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E. Bryan Snell

President, Chemours Titanium Technologies

Von der Erweiterung der Produktionskapazitäten in Mexiko bis hin zur Entwicklung neuer Lackformulierungen für Kunden in China steht für Bryan jeden Tag die Schaffung einer bunteren Welt an erster Stelle. Sein Ziel ist es, Ti-Pure™ Titandioxid zu einem unverzichtbaren Bestandteil für Kunden aus den Bereichen Beschichtungen, Kunststoffe, Laminate und Papier zu machen.

The Chemours Company ernannte Bryan im Jahr 2015 zum President des Geschäftsbereichs Titanium Technologies. Er arbeitet seit mehr als 40 Jahren in der chemischen Industrie – als Prozessingenieur bei DuPont, im weltweiten Vertrieb, als Geschäftsführer und vieles mehr.

Seine Führungsposition bei Titanium Technologies in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum trug dazu bei, dass DuPont und nun Chemours die Spitzenposition als weltweit größter Produzent von Titandioxid erlangt hat.

F: Welche frühe Berufserfahrung hat Ihre Karriere beeinflusst?

A: Eine der Positionen, die mir die Augen geöffnet haben, war die Arbeit als Forschungsleiter für die Ecology Group am Savannah River Laboratory. Dort war ich also mit meinem Bachelor of Science in chemischer Verfahrenstechnik und leitete eine Gruppe, in der alle anderen Mitglieder einen Doktortitel in Wasserökologie, Botanik oder Forstwirtschaft hatten.

Ich hatte absolut keine Ahnung, was sie taten oder wie sie es taten. Aber es erwies sich wirklich als eine der besten Erfahrungen in meiner Karriere. Da ich nicht das tun konnte, was sie taten, mussten wir zusammenarbeiten, um den Mehrwert herauszufinden, den wir einander boten. Diese Management-Erkenntnisse über Zusammenarbeit habe ich schon oft genutzt. Ich würde sagen, dass mir dieser Job mehr über das Führen einer Gruppe von Menschen beigebracht hat als vielleicht jede andere Position.

F: Der Geschäftsbereich Titanium Technologies blickt auf eine über 80-jährige Geschichte zurück. Welche Höhepunkte gibt es?

A: Nun, wir sind der weltweit größte Produzent von Titandioxid (TiO₂). Natürlich verfügen wir mit Ti-Pure™ über eine sehr starke Produktlinie und Marke. Unterstützt wird dies durch eine beispiellose Geschichte von verfahrenstechnischen Fähigkeiten, Know-how und kontinuierlicher Verbesserung im Herstellungsprozess.

Im Bereich Farben haben wir Pigmente entwickelt, die Farben- und Lackherstellern die Möglichkeit geben, die Farbe mit absoluter Konsistenz von Dose zu Dose zu mischen. Das ist ein grundlegender Bestandteil des Wechsels vom Angebot von nur wenigen Farben zum Angebot von Tausenden – eine Auswahl, welche die Verbraucher inzwischen erwartet.

In der Vergangenheit haben wir auch das Down-Gaugeing von Kunststoffen ermöglicht, indem wir Partikelgröße und -struktur gesteuert haben. Grundsätzlich können TiO₂ Partikel dazu führen, dass Kunststoffe bei dünneren Stärken zerreißen. Durch die Entwicklung von Pigmenten, welche diesen Effekt reduzieren, ermöglichen wir es Herstellern, Dinge wie Lebensmittelverpackungen dünner zu machen. Das hat erhebliche Vorteile für Geschäft und Umwelt, da es die Material- und Versandkosten sowie das Versandgewicht und die Menge des verwendeten Materials reduziert.

F: Was begeistert Sie jetzt im Geschäft?

A: Vor kurzem haben wir das Ti-Pure™ One Coat™ System auf den Markt gebracht, das TiO₂ Partikel gleichmäßiger verteilt und es den Herstellern ermöglicht, Farben mit mehr Deckkraft herzustellen. In Feldversuchen haben professionelle Maler in Deutschland, China und Mexiko angegeben, dass sie Farben bevorzugen, die mit diesem System hergestellt werden. Die Entwicklung des Systems ist ein Beispiel für Ingenieur- und Prozess-Know-how, das höherwertige Produkte für unser eigenes Unternehmen und unsere Kunden ermöglicht.

F: Kundenorientierung ist ein zentraler Wert für Chemours. Wie äußert sich das im Geschäftsbereich Titanium Technologies?

A: Ich denke, es gibt ein paar Dinge, die wir unseren Kunden vermitteln müssen. Zunächst haben sie es im neuen Unternehmen mit denselben hochwertigen organisatorischen Strukturen zu tun, die sie von dem alten kennen. Unsere Kunden brauchen dieses Vertrauen. Darauf bauen wir auf und sagen, dass wir besser zuhören als früher, dass wir schneller reagieren als früher, dass wir gemeinsam besser innovative Produkte entwickeln als früher.

Das ist wirklich entscheidend, denn wir lassen unsere Kunden Innovationen vorantreiben. Wir wollen Partnerschaften aufbauen, in denen wir auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Dabei könnte es sich um technische Dinge wie Formulierungen handeln, die es ihnen ermöglichen, weniger Energie für die Herstellung von Farbe zu verbrauchen. Oder es könnte sich darum handeln, Erkenntnisse aus den Märkten einzubringen, um neue, bessere Produkte zu entwickeln.

So haben wir beispielsweise Ti-Pure™ Typen für den Einsatz in Laminatbodenbelägen entwickelt, die beständig gegen das Ausbleichen durch Sonneneinstrahlung sind. Wir haben uns der Herausforderung gestellt - Böden, die an Stellen mit stärkerer Sonneneinstrahlung helle Flecken entwickeln - und haben ein Produkt entwickelt, das Herstellern von Bodenbelägen geholfen hat, dieses Problem zu lösen.

F: Wie wirkt sich eine wachsende Mittelschicht auf Ihr Unternehmen aus?

A: Ich denke, die Erwartungen der Verbraucher gleichen sich schnell aus. Sobald sie ein bestimmtes Einkommensniveau erreicht haben, wollen Menschen in China, Brasilien oder den USA die gleiche, höhere Qualität.

Das kommt uns zugute, denn unser Geschäft ist Qualität, und es ist skalierbar. Die Basistechnologien zur Herstellung von Lacken, Kunststoffen, Laminaten oder Papieren sind weltweit ähnlich. Wir verfügen mit Ti-Pure™ über eine Weltklasse-Marke, die für Qualität bekannt und geschätzt ist. Und wir sind entschlossen, der größte Hersteller von TiO₂ zu bleiben, mit beträchtlichen neuen Kapazitäten, die jetzt in unserem Werk in Altamira, Mexiko, verfügbar sind.

F: Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

A: Für mich war es immer am wichtigsten, die Denkweise der Menschen zu beeinflussen. Das ist die größte Hebelwirkung, in die ich investieren kann. Ich gebe ihnen einen Startpunkt, und sie tragen ihn an Orte, an die ich nie gedacht hätte.

F: Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der darüber nachdenkt, bei Chemours zu arbeiten?

A: Chemours ist eine viel kleinere und fokussierte Organisation. Das bestimmt das Maß an Verantwortlichkeit und Leistung, das damit einhergeht. Wir haben großartige Grundlagen, und wir suchen nach einem gewissen Mehrwert – ein wenig mehr Unternehmertum. Wenn Sie also bei Chemours arbeiten möchten, sollten Sie keine Angst davor haben, Verantwortung, Selbständigkeit und Eigenverantwortung für die Erzielung von Ergebnissen zu übernehmen, die den Geschäftserfolg auf die nächste Stufe bringen.

Ich würde auch sagen, dass wir führend sind, wenn es um den Betrieb von Produktionsstätten und das Management von Produktlinien geht. Die Herausforderung wächst dadurch, und wir betrachten die Welt anders, sodass wir neue Möglichkeiten und Anwendungen entdecken können. Zu jemanden, der sich mit Chemours im Bereich des technischen Marketings beschäftigt, würde ich sagen, dass es Ihre Aufgabe ist, Marktchancen zu schaffen, die einen Mehrwert bringen und uns interessant und relevant machen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung neuer, interessanterer Anwendungen für unsere Produkte im Bereich Beschichtungen. Wir wissen, dass UV-Strahlung die Milch schneller verderben lässt. Deshalb haben wir eine Beschichtung für Milchkartons entwickelt, die auf TiO₂ basiert und die UV-Strahlen blockiert. Anstatt nur TiO₂ zu liefern, tragen wir zur Lösung weiter vorne in der Nahrungskette bei.

Chemours ist ein Ort, der Wachstum und Entwicklung fördert. Wir streben danach, eine Marke zu sein, die Sie in Ihren Lebenslauf aufnehmen möchten, denn sie öffnet Türen, wohin auch immer Ihre Karriere Sie führt.

F: Für was interessierten Sie sich schon früh?

A: Als ich jung war, war ich fasziniert von der Erforschung von Höhlen. Tatsächlich war ich an der frühen Erforschung eines der größten Höhlensysteme Nordamerikas beteiligt, dem Höhlenkomplex Friars Hole in West Virginia.

F: Welche historische Figur möchten Sie treffen und warum?

A: Abraham Lincoln hatte eine Denkfähigkeit, kombiniert mit Entschlossenheit in der Umsetzung, die für mich wirklich faszinierend ist.

 

Lebenslauf

Bryans Tätigkeit bei Chemours geht auf eine lange Karriere bei DuPont zurück, wo er 1978 als Verfahrensingenieur am Savannah River, Werk South Carolina, begann. Von 1987 bis 1992 war er in verschiedenen Positionen in Management und Fertigung in der Abteilung Petrochemie und Unternehmensplanung tätig. 

1992 kam Bryan als Produktionsleiter im Werk Edgemoor bei Wilmington, Delaware, zu DuPont Titanium Technologies. Dort bekleidete er zahlreiche Funktionen, z. B. wurde er 1997 Venture Manager und wechselte 1999 in eine weltweite Position in Vertrieb und Marketing. Im Jahr 2002 wurde er zum Werksleiter des Werkes Kuan Yin TiO₂ in Taiwan und im Jahr 2004 zum Geschäftsführer von Titanium Technologies für die Region Asien-Pazifik ernannt.

Im Jahr 2006 kehrte er als Leiter Nordamerika, Coatings and Color Technologies in die USA zurück und wurde 2008 zum Global Business Director von Titanium Technologies ernannt. Im Jahr 2010 wurde er zum Global Planning Director von Titanium Technologies ernannt. Bryan zog 2013 nach Singapur, wo er die Planungsfunktion von Titanium Technologies leitete. Er kam 2014 als Senior Vice President, Productivity and Strategy zu Chemours und wurde 2015 zum Präsident von Titanium Technologies ernannt.

Bryan stammt aus Wilmington, Delaware, und hat einen Abschluss als Bachelor of Science in chemischer Verfahrenstechnik der University of Delaware in Newark, Delaware.

 

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E. Bryan Snell

President, Chemours Titanium Technologies

„Darauf bauen wir auf und hören besser zu als früher, reagieren schneller als früher und entwickeln Innovationen gemeinsam besser als früher. Das ist wirklich entscheidend, denn wir lassen unsere Kunden Innovationen vorantreiben.