Glykolsäuremonomer für Polymere in der Öl- und Gasindustrie

Glykolsäure erleichtert Öl- und Gasbohrungen

Die Öl- und Gasindustrie benötigt Hochleistungsausrüstung, um horizontale, vertikale und geneigt-gerichtete Bohrungen zu bohren. So genannte Plug-and-Per-Arbeiten erfordern hydraulische Frac-Stopfen und Kugeln zur Isolierung einzelner Zonen in verschiedenen Bohrlochtypen.

Glykolsäure bildet die Monomergrundlage für Frac-Stopfen und -Kugeln aus Polyglykolsäure (PGA). Für abbaubare Frac-Stopfen kommt PGA zum Einsatz, da es den hohen Temperaturen im Bohrloch besser widerstehen kann als Polymilchsäure (PLA), die sich bei steigenden Temperaturen zu schnell abbaut.

Wie Glykolsäure Fracking in der Öl- und Gasförderung verbessert

Polyglykolsäurepolymere eignen sich als Basis für hochfeste und biologisch abbaubare Werkstoffe. Dieses Material kann auch als Säure mit verzögerter Freisetzung durch Abbau wirken, was die Zersetzung oder Aktivierung verschiedener Arten von Frackingflüssigkeiten ermöglicht.

Abbaubare Frac-Stopfen aus PGA eignen sich für Frackingverfahren, bei denen Süßwasser oder Wasser mit hohem Salzgehalt zum Einsatz kommt. Da abbaubare Frac-Stopfen aus PGA nicht von Salzgehalt oder Chemikalien beeinflusst werden, bauen sie sich leichter ab als Stopfen aus löslichen Magnesiumlegierungen (Mg). PGA-basierte Werkzeuge hinterlassen keine Rückstände in der Bohrung, was die Gefahr von Umweltschäden oder Beschädigungen des Bohrlochs vermindert, falls PGA-Werkzeuge versagen oder im Bohrloch verloren gehen.

Abbaubare Frac-Stopfen sind besser für die Umwelt und die Unternehmen, die sie einsetzen, denn sie:

  • Machen Ausfräsen unnötig
  • Ermöglichen längere seitliche Bohrungen
  • Reduzieren die Betriebsrisiken